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a:primo - Verein zur frühen Förderung sozial benachteiligter Kinder
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Evaluation Schweiz

Wissenschaftliche Begleitung

Zur Überprüfung der Wirksamkeit und zur Qualitätssicherung wird das Programm schritt:weise auch in der Schweiz wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die aus Deutschland übernommenen Evaluationsinstrumente wurden in Zusammenarbeit mit dem Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI) an die schweizerischen Verhältnisse angepasst. Die Basisevaluation wird durch das MMI von 2008 bis 2012 an acht Programmstandorten durchgeführt.

Seit März 2011 wird an allen neuen Standorten das neue Evaluationskonzept durchgeführt. Es wurde von INTERFACE - Politikstudien Forschung Beratung erarbeitet und bringt eine Vereinfachung und eine Minderung des Arbeitsaufwandes für die Koordinatorinnen mit sich. Die Daten werden digital erfasst und zentral zusammengetragen. Später soll eine Online-Plattform für die Evaluation eingerichtet werden.

Resultate

Die folgenden Ausführungen basieren auf einem Zwischenbericht des MMI zur ersten Phase der wissenschaftlichen Begleitung des Programms schritt:weise. Die Daten stammen aus den bei Projektstart im Herbst 2008 erhobenen Daten der Kohorte A (Standorte: Stadt Basel, St. Gallen, Winterthur, Ostermundigen).

Ergebnisse / Beschreibung

Familien

  • Der Grossteil der Eltern ist bereits längere Zeit in der Schweiz und mit wenigen Ausnahmen in der Lage, sich in der deutschen Sprache zu verständigen.
  • Das durchschnittliche monatliche Einkommen ist eher gering. 
  • Nur wenige Kinder besuchen ausserfamiliäre Betreuungseinrichtungen.
  • Die meisten Kinder haben einen geringen Kontakt mit der Aussenwelt.
  • Dem Alter entsprechende und kindergerechte Aktivitäten werden selten genannt.
  • Teilweise werden mangelnde Spielmöglichkeiten der Kinder ausserhalb der Wohnung genannt.
  • Die soziale Integration im Quartier ist nicht so stark ausgeprägt.
  • Angebote der Familien- und Erziehungsbildung werden kaum in Anspruch genommen.

Hausbesuche

  • Hausbesucherinnen und Koordinatorinnen gehen tendenziell davon aus, dass die teilnehmenden Kinder durch die Interventionen deutlich unterstützt wurden.
  • Die Mütter erachten die Hausbesuche als insgesamt hilfreich.

Gruppentreffen

  • Durch die Vermittlung von Bildungsinhalten wurden die elterlichen Kompetenzen gestärkt.
  • An Standorten mit homogeneren Sprachgruppen kam es zusätzlich zu einer Vernetzung der Mütter untereinander.
  • Tendenziell besteht eine hohe Zufriedenheit mit dem Verlauf der Gruppentreffen.

Fazit

Zusammenfassend zeigen die ersten Ergebnisse, dass durch das Programm schritt:weise die Zielgruppe der sozial benachteiligten Familien mit Kleinkindern tatsächlich erreicht wird. Die Niederschwelligkeit und Flexibilität des Programms – aufsuchende Arbeit durch Laienhelferinnen aus dem Umfeld der Zielgruppe – scheint ein wirksamer Weg zu sein, weniger privilegierte Familien und ihre Kinder zu unterstützen und dadurch einen Beitrag zur Chancengleichheit zu leisten.

Einschränkungen

Naturgemäss kann der Zwischenbericht noch keine Aussagen über die messbare Wirkung des Programms präsentieren. Dazu muss der Schlussbericht von 2012 abgewartet werden.

Kinderbücher

Award

Der Verein a:primo erhält den Best Practice Award 2010 der Jacobs Foundation

Aktuelles

Ergebnisse der Basisevaluation

28.03.2012 14:45

Das Marie Meierhofer Institut für das Kind MMI (Zürich) war von 2008 und 2011 für die...


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