ping:pong ermöglicht Eltern und ihren 3- bis 6-jährigen Kindern einen guten Übertritt in die Schule. Gemeinsam engagieren sich die Eltern und Fachpersonen aus den Institutionen für einen guten Start des Kindes im Kindergarten und für eine faire Chance auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.

Sie haben die einmalige Gelegenheit, als Pilotstandort von Anfang an mit dabei zu sein!
Bitte kontaktieren Sie uns unter 052 511 39 40 oder per Mail an Anke Moors oder Gabriela Widmer.

Was ist ping:pong?

Am Übergang von den vorschulischen Institutionen in den Kindergarten brauchen insbesondere sozial benachteiligte Familien eine ihren Bedürfnissen angepasste Begleitung. Das Frühförderprogramm ping:pong unterstützt diesen Übergang durch moderierte Elterntreffen. Die Eltern erfahren auf anregende Weise, wie sie ihr Kind altersgerecht auf seinem Bildungsweg unterstützen können. ping:pong baut eine Brücke zwischen den Lebenswelten, in denen sich das Kind bewegt. Gemeinsam engagieren sich die Eltern und Fachpersonen aus den Institutionen für einen guten Start des Kindes im Kindergarten und für eine faire Chance auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.

Ziele von ping:pong

ping:pong Vorschule

Die Eltern und das Kind werden auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet, durch die Anregung des Lernorts Familie und den Vertrauensaufbau zum Kindergarten.

ping:pong Kindergarten

In ping:pong Kindergarten wird die gemeinsame Gestaltung von Bildungsprozessen angestrebt durch die Anregung des Lernorts Familie sowie den Aufbau eines Bildungs- und Erziehungsbündnisses zwischen den Eltern und der Kindergartenlehrperson. Für die Eltern ist das Ziel die Stärkung ihrer Erziehungskompetenzen, damit sie ihr Kind angemessen unterstützen können. Zwischen Eltern und Institution schafft ping:pong ein Bildungs- und Erziehungsbündnis, um die Bildungsprozesse des Kindes und die Bewältigung von Übergängen bestmöglich zu gestalten. Die Aktivitäten von ping:pong ermöglichen dem Kind spielend und forschend zu lernen.

ping:pong Einschulung

Das zweijährigen Modell ping:pong Einschulung setzt sich aus den Modellen ping:pong Vorschule und ping:pong Kindergarten zusammen. Durch die zweijährige Laufzeit können die Ziele stärker gefestigt werden.

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Grundlagen von ping:pong

Zielgruppe

Das Programm ping:pong richtet sich an sozial benachteiligte Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, die eine vorschulische Institution oder den Kindergarten besuchen. Betreuungsinstitutionen sind ein gutes Umfeld, um die Eltern für Förderangebote zu gewinnen: Ein Grossteil der Kinder im Vorschulalter verbringt heutzutage Zeit in Betreuungsinstitutionen und die Eltern kommen regelmässig in die Institution, um ihre Kinder zu bringen oder abzuholen.

Modelle

Es stehen drei Umsetzungsmodelle mit unterschiedlichem Fokus zur Verfügung.

Mit dem einjährigen Modell ping:pong Vorschule werden die Eltern und Kinder auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet, durch die Anregung des Lernorts Familie sowie durch Einblicke und Vertrauensaufbau zum Kindergarten.

Im einjährigen Modell ping:pong Kindergarten wird die gemeinsame Gestaltung von Bildungsprozessen angestrebt durch die Anregung des Lernorts Familie sowie den Aufbau eines Bildungs- und Erziehungsbündnisses zwischen den Eltern und der Kindergartenlehrperson.

Das zweijährigen Modell ping:pong Einschulung setzt sich aus den Modellen ping:pong Vorschule und ping:pong Kindergarten zusammen. Durch die zweijährige Laufzeit können die Ziele stärker gefestigt werden.

Leitung

Eine pädagogische Moderatorin oder ein pädagogischer Moderator übernimmt die lokale Leitung des Frühförderprogramms ping:pong. Sie/Er führt die Gruppentreffen durch und behält das Ziel des Empowerments im Auge. Es soll ein Rahmen geschaffen werden,  in dem sich alle Eltern angesprochen und wertgeschätzt fühlen.  

Grundhaltung

ping:pong beruht auf einem ressourcenorientierten Ansatz. Dabei werden die individuellen Stärken aller beteiligten Akteure wertgeschätzt. Das Kind steht im Zentrum des Programms. Als aktiv handelndes Subjekt erforscht es sein materielles und soziales Umfeld. Es lernt mehr, wenn seine Erkundungen dem eigenen Interesse entspringen und es neugierig und motiviert vorgehen kann. Die Eltern sind die Personen, welche die Geschichte ihres Kindes kennen, seinen Alltag miterleben und die meiste Zeit mit ihm verbringen. Sie werden als wichtigste Bezugspersonen respektiert und als kompetente Partner angesprochen. Im Rahmen von ping:pong werden die Kompetenzen und Ressourcen der Eltern gestärkt, sodass sie ihr Kind altersgerecht unterstützen und fördern können. Die Kenntnisse und Erfahrung der Fachpersonen tragen zum Erfolg des Programms bei.

Herkunft

ping:pong basiert auf dem Programm VVE Thuis, das vom niederländischen Jugendinstitut (NJi) entwickelt worden ist und seit 2009 in den Niederlanden mit Erfolg in zahlreichen Institutionen umgesetzt wird. Die erheblichen Unterschiede der Bildungswesen in den Niederlanden und der Schweiz erlauben jedoch keine direkte Adaption von VVE Thuis für die Schweiz. Daher entwickelt der Verein a:primo das Frühförderprogramm ping:pong abgestimmt auf die schweizerischen Verhältnisse.

Wissenschaftliche Evaluation von ping:pong

Pilotierung

Das Programm ping:pong befindet sich aktuell in der Pilotphase. Ziel der Pilotierung ist, Erfahrungswerte und Verbesserungshinweise aus der Praxis zu erhalten und im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung die Basisevaluation des Programms durchzuführen. Für die Pilotierung von ping:pong sucht a:primo in der Deutschschweiz geeignete Pilotstandorte. Geplant ist eine Pilotphase von drei bis vier Jahren mit Standorten für das einjährige Umsetzungsmodell und für das zweijährige Modell.

Wissenschaftliche Begleitung  

Die Pilotphase von ping:pong wird durch die Pädagogische Hochschule Bern unter der Leitung von Prof. Dr. Doris Edelmann wissenschaftlich begleitet. Diese Begleitung dauert vier Jahre und umfasst die Pilotstandorte. Während der Umsetzung an den Pilotstandorten werden fortlaufend Daten für die wissenschaftliche Basisevaluation von ping:pong erhoben. Die Ergebnisse der Basisevaluation geben eine quantitative und qualitative Bewertung der Wirksamkeit von ping:pong und werden publiziert.