Was ist die Familienzentrierte Vernetzung?
Hier finden Fachpersonen aus Kantonen, Regionen, Städten und Gemeinden praxisnahe Informationen, Hinweise auf Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie Angebote für eine persönliche Beratung. Darüber hinaus werden Arbeitsinstrumente zur Verfügung gestellt und über Aktuelles berichtet.
Kinder sind von Geburt an neugierig und wollen die Welt aktiv entdecken. Erwachsene schaffen die Voraussetzungen dafür.
Kinder brauchen einen sicheren Rahmen und eine anregende Umgebung, damit sie selbstständig handeln und lernen können.
Das Lebensumfeld und der sozioökonomische Hintergrund prägen die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern entscheidend. Hier werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.
Dieser Ansatz ermöglicht es, gemeinsam mit den Familien den Unterstützungsbedarf von Eltern und Kindern zu ermitteln. Besonderes Augenmerk gilt dabei Familien in sozial belasteten Situationen.
Das Hauptziel der familienzentrierten Vernetzung besteht darin, die besten Voraussetzungen für die gesunde Entwicklung aller Kinder zu schaffen und die Lebensqualität von Familien zu verbessern. Dazu werden Familien in Belastungssituationen frühzeitig erkannt und entsprechend ihren Bedürfnissen begleitet.

Ressourcenorientierte Grundhaltung
Das Ziel ist, dass alle Akteurinnen und Akteure der familienzentrierten Vernetzung Familien und Fachpersonen mit einer ressourcenorientierten Grundhaltung begegnen. Die Zusammenarbeit ist geprägt von Respekt und Augenhöhe, wobei die Ressourcen und Bedürfnisse der Familien im Mittelpunkt stehen. Eltern und Kinder werden befähigt, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen.
Kernelemente
Interprofessionelles Netzwerk. Das interprofessionelle Netzwerk vereint Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen der frühen Kindheit, beispielsweise Gesundheit, Soziales, Bildung, Integration, Kultur, Heilpädagogik und Raumplanung. Es fördert eine dauerhafte und kontinuierliche Zusammenarbeit. Die Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen dabei im Zentrum. Die Netzwerkmitglieder erkennen Familien mit Belastungen, unterstützen sie bedarfsgerecht oder vermitteln sie auf Wunsch der Familie an die koordinierende Familienbegleitung.
Netzwerkmanagement. Als Dreh- und Angelpunkt der familienzentrierten Vernetzung koordiniert das Netzwerkmanagement die Akteurinnen und Akteure des interprofessionellen Netzwerks. Es pflegt und etabliert eine systematische Zusammenarbeit. Es fördert den Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Angeboten und trägt zur Qualitätsentwicklung bei. Zu diesem Zweck übernimmt eine legitimierte Koordinationsstelle den Auftrag, die bestehenden Netzwerke rund um die Familie zu koordinieren und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Das Netzwerkmanagement arbeitet eng mit der koordinierenden Familienbegleitung zusammen.
Koordinierende Familienbegleitung. Die koordinierende Familienbegleitung ist die zentrale Anlaufstelle für Familien mit kleinen Kindern in sozialen Belastungssituationen. Bei Bedarf erhalten Familien vom Zeitpunkt der Schwangerschaft bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes eine Ansprechperson.
Die koordinierende Familienbegleitung unterstützt die Familie dabei, Zugang zu passenden Angeboten zu finden und diese zu nutzen. Das Angebot ist freiwillig, kostenfrei und übernimmt die Aufgabe eines Casemanagements.
Dabei übernimmt die Familienbegleitung eine koordinierende und vernetzende Funktion zwischen dem Bedarf der Familie und den zur Verfügung stehenden Angeboten.